Glasknochen - Gen
bei Dackeln entdeckt – Ein neuer Gentest kann der Zucht helfen.
Ein internationales Forscherteam um Prof. Dr. Cord Drögemüller
und Prof. Dr. Tosso Leeb vom Institut für Genetik der Universität Bern
hat eine Genmutation entdeckt, die bei Teckeln zur Glasknochenkrankheit
(Osteogenesis imperfecta, OI) führt.
Die Glasknochenkrankheit
ist eine Erberkrankung, die sich rezessiv vererbt.
Rezessiv bedeutet
„zurücktretend“ oder „nicht in Erscheinung tretend“.
In der Vererbung
von genetisch bedingten Erkrankungen bedeutet dies,
dass nur dann, wenn
beide Eltern von der entsprechenden Genveränderung betroffen sind,
die
Krankheit bei den Nachkommen auftreten kann.
Welpen,
die von beiden Eltern das defekte Gen vererbt bekommen,
sind nicht
lebensfähig und müssen - sofern sie nicht sterben - eingeschläfert
werden,
da die Knochen ständig brechen und ein schmerzfreies Leben
nicht möglich ist.
Aus
diesem Grunde lassen viele verantwortungsvolle Teckelzüchter ihre Tiere
auf "Osteogenesis
imperfecta" testen, um ein mögliches Vererben des Gendefektes
und damit
verbundenes Leiden der Welpen zu vermeiden.
Die Tierärztliche Hochschule Hannover beitet im Rahmen einer Studie
jedem Dackelbesitzer kostenlos einen Gentest an.
Sollte jemand in erwägung ziehen mit seinem Teckel zu züchten währe es gut
diesen vorher zu testen.
INFOS der Hochschule Hannover zur Glasknochenkrankheit und zur Probenahme.
ANTRAG auf Gentest für den Dackel.